Wer wir sind

Wer wir sind

Ob mit oder ohne Flächen­tarif.

Wir sind für alle da.

Mittel­ständler, Klein­un­ter­nehmen und Großbe­triebe zählen auf uns. Ob inhaberge­führt oder mit Konzern­struk­turen: Unter­nehmer und Manager verschiedener Industrie- und Dienst­leis­tungs­­­branchen setzen auf uns, den Arbeitge­ber­verband vem.die arbeit­geber e.V. Die Mehrzahl unserer Mitglieder sind Unter­nehmen der Metall- und Elektroindustrie. Sie gehören den unterschiedlichsten Branchen an wie z.B.:

» Gießereien, Ziehereien, Kaltwalzwerke
» NE-Metallerzeugung, NE-Metallhalbzeugwerke
» Metallverarbeitung
» Maschinenbau
» Elektrotechnik/Elektronik
» Feinmechanik, Optik, Uhren
» Automobil-, Schiff- und Schienenfahrzeugbau
» Luft- und Raumfahrzeugbau

Den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie bieten wir zwei unterschiedliche Arten von Mitgliedschaften:

T-Mitgliedschaft
» mit Bindung an die mit der IG Metall ausgehandelten Flächentarifverträge

OT-Mitgliedschaft
» ohne eine Bindung an Flächentarifverträge

» Die Unternehmen anderer Industriezweige oder Branchen sowie Arbeitgeberverbände oder sonstige Zusammenschlüsse von Arbeitgebern können unsere Leistungen im Rahmen einer OT-Mitgliedschaft ohne eine Bindung an Flächentarifverträge in Anspruch nehmen.

Ihre Inter­essen enden nicht an Regions- oder Bundes­land­grenzen.

Wir sind für alle da.

Deutschland ist kein zentra­lis­ti­scher, sondern ein föderaler Staat. Dies zeigt sich auch in der Struktur des Arbeit­ge­ber­ver­bandes Gesamt­metall. Unter diesem gemein­samen natio­nalen Dach finden sich die regio­nalen Verbände der Metall- und Elektro­in­dustrie (M+E) zusammen. Die Region Rheinland-Rhein­hessen decken wir ab, vem.die arbeit­geber e.V.

Wir haben ein großes Maß an Eigen­stän­digkeit, Stichwort Tarif­ver­hand­lungen. Dennoch ist es gut zu wissen, dass wir – wann immer das große Ganze verhandelt wird – als Teil eines starken Dachver­bands agieren. Zum Beispiel, wenn es um eine deutsch­landweit einheit­liche Berufs­bildung geht oder um natio­nales Arbeits­recht. Und in Fragen europäi­scher Sozial­po­litik tritt Gesamt­metall als selbst­be­wusste Inter­es­sen­ver­tretung der M+E-Industrie gegenüber der EU auf.

Und wenn Sie außerhalb unserer Verbands­grenzen, etwa in Hessen, aktiv werden möchten? Auch kein Problem. Über unsere Nachbar­ver­bände in den einzelnen Bundes­ländern und Regionen erhalten Sie die Infor­ma­tionen, die Sie benötigen (z.B. über die jewei­ligen behörd­lichen Proze­dere und Struk­turen).

Arbeit macht durstig.

Gut, wenn der Winzer gleich nebenan wohnt.

Wein – das fällt den meisten zur Region Rheinland-Rhein­hessen ein. Das Terrain des vem.die arbeit­geber e.V umfasst die renom­mierten Anbau­ge­biete Mosel (einschließlich Saar und Ruwer), Nahe, Ahr, Mittel­rhein und Rhein­hessen.

Weniger bekannt ist, dass hier bereits in vorrömischer Zeit der Erzabbau florierte. In dem Gebiet zwischen Betzdorf im Norden und Worms im Süden waren Erzabbau und Eisenverarbeitung tief verwurzelt. Davon zeugt noch immer unser Name. Das „vem“ in unserem Namen vem.die arbeitgeber stand nach dem II. Weltkrieg für „Vereinigung der Eisen- und Metallindustrie“. Da diese Kurzbezeichnung zu unserer Marke wurde, ist sie auch heute noch Bestandteil unseres Namens.

Zwar verschwand mit dem Erzbergbau auch die eisen­ver­ar­bei­tende Industrie, an ihre Stelle sind eine Vielzahl hochs­pe­zia­li­sierter mittel­stän­di­scher und großer Metall- und Elektroun­ter­nehmen getreten. Von einem der weltweit führenden Weißblech­pro­du­zenten über die deutsche Nr. 1 für Kochtöpfe und Bratpfannen bis zu zahlreichen Zulie­ferern für Automobile. Letzteres mag kein Zufall sein. Nicolaus August Otto, der Erfinder des gleich­na­migen Motors, kam unweit der Loreley zur Welt. Und August Horch, der Erfinder von Audi, entstammte einer alten Schmiede- und Winzer­fa­milie an der Mosel. Womit wir wieder beim Wein wären.

Geschichte im Detail

Erzabbau und Indus­tria­li­sierung im Land des Weines

Wer die Autobahn Köln-Frankfurt entlang­fährt, sieht in Höhe der Ausfahrt Neuwied/Alten­kirchen den Förderturm der Grube Georg. Dieser Turm im Wester­wälder Ort Willroth ist ein stählernes Zeichen für die tradi­ti­ons­reiche Geschichte des Erz- und Metall­bergbaus in den rheini­schen Mittel­ge­birgen. Für Willroth ist diese Geschichte seit dem 14. Jahrhundert belegt. Die letzte Schicht in der Grube Georg wurde am 31. März 1965 gefahren. Sie war die letzte Schacht­anlage im Westerwald. Mit ihrer Schließung endete in der Region die mehr als 2.500 Jahre währende Tradition des Erzabbaus.

An dieser Tradition orien­tierte sich auch der Arbeit­ge­ber­verband in Rheinland-Rhein­hessen. Er firmierte lange als „Verei­nigung der Eisen- und Metall­in­dustrie“ (VEM). Erst in den 80er Jahren, nachdem mit dem Erzbergbau auch die eisen­ver­ar­bei­tende Industrie aus der Region verschwunden war, gab sich der Verband den Namen „Verband der Metall- und Elektro­in­dustrie Rheinland-Rhein­hessen e.V.“. Heute firmiert er als vem.die arbeit­geber e.V.

Auch die Wurzeln der hiesigen Weißblech­pro­duktion liegen in der Herstellung von Eisen. Bereits 1655 wurde die erste Eisen­hütte im Tal der Wied urkundlich erwähnt. 1769 wurde das erste deutsche Blechwalzwerk bei Rassel­stein in Betrieb genommen, das unter anderem die Schienen für die legendäre Eisen­bahn­strecke zwischen Nürnberg und Fürth 1835 produ­zierte. Eine große Tradition, die in der Region bis heute fortlebt.

Neben Weißblech­ver­ar­beitern bestimmen Autozu­lie­ferer die Indus­trie­struktur in Rheinland-Rhein­hessen. So stammt Nicolaus August Otto, der Erfinder des nach ihm benannten Motors, aus Holzhausen an der Haide (Rhein-Lahn-Kreis). Bereits 1862 begann der Sohn eines Bauern Experi­mente mit Viertakt­mo­toren, die ab 1876 zum Einsatz kamen. Auch der Gründer und Namens­geber der Automo­bil­bau­un­ter­nehmen Horch und Audi, August Horch, kommt aus der Region. Er entstammt einer alten Winzer- und Schmie­de­fa­milie aus Winningen an der Mosel. Zwar gibt es heute in Rheinland-Rhein­hessen keine Automo­bil­her­steller mehr, doch aus den dort gefer­tigten Zulie­fer­teilen könnte man praktisch ein komplettes Auto zusam­men­bauen.

Hierzu­lande werden beispiels­weise Karos­se­rie­press­teile, Feinbleche für die Karos­serien, Gasfedern und hydrau­lische Schwin­gungs­dämpfer, Bremsen, Brems­kraft­ver­stärker, Antiblo­ckier­systeme, Stoßdämpfer, hydrau­lische Kompo­nenten, Kabel­bäume und Kurbel­wellen gefertigt.

Erfolg­reich ist in der Region auch der Maschi­nenbau. So kommen die schnellsten Brief­um­schlag­ma­schinen der Welt aus Neuwied. Der Weltmarkt­führer für Verdichter im Straßenbau sitzt im vorderen Hunsrück, der für Verschleiß­schutz­lö­sungen in Koblenz. Hochs­pe­zia­li­sierte Pumpen­her­steller aus der Eifel, aus Rhein­hessen und dem Hunsrück sind ebenfalls mit ihren Produkten weltweit erfolg­reich vertreten. Und der deutsche Markt­führer in der Herstellung von Strom- und Windkraft­an­la­gen­masten sitzt in Neuwied. Überhaupt ist es die Vielfalt der Branchen und Produkte, die das Indus­trie­gebiet in Rheinland-Rhein­hessen kennzeichnet. An der Nähe zu Rhein und Mosel mag es liegen, dass auch führende maritime Unter­nehmen hier ihre Standorte haben.

Neben diesen im Inves­ti­ti­ons­gü­ter­ge­schäft aktiven Unter­nehmen gibt es auch einige bekannte Konsum­gü­ter­her­steller. So in Idar-Oberstein, der deutsche Markt­führer für Kochtöpfe und Pfannen, und in Nassau an der Lahn, eines der bekann­testen deutschen Konsum­gü­ter­un­ter­nehmen, das nicht-elektrische Haushalts­geräte herstellt. Um die Belange all dieser Unter­nehmen kümmert sich der Verband vem.die arbeit­geber e.V.

Das alles zeigt: Rheinland-Rhein­hessen ist zwar zu Recht bekannt für seinen Wein und Sekt. Doch es ist nicht das einzig Ausge­zeichnete, das die Region zu bieten hat.