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Verkehrssicherheit im Unternehmen nicht aus den Augen verlieren

Celina Bermel

Am 19. Juni ist Tag der Verkehrssicherheit. Die deutschen Straßen werden immer dichter und stärker befahren. Auf Grund der Corona-Pandemie und der geminderten Zahl an Pendlern, ist die Zahl der Unfalltoten in 2020 auf einem Rekord-Tiefstand. Ganz anders sieht das leider bei „Verkehrsunfällen“ auf Betriebs- und Firmengeländen aus.

Ein Großteil des Verkehrsaufkommens entsteht durch Berufspendler oder auf dem Weg zur Kita, Schule oder Uni. Da die durchschnittliche Pendlerentfernung zur Arbeitsstelle in den letzten Jahren gestiegen ist, steigt damit auch die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Zahl der Unfalltoten 2020 auf einen sehr niedrigen Stand gesunken, dennoch sind Wegeunfälle nach wie vor in Statistiken sehr präsent und auf einem hohen Niveau zu finden. Hierbei sind es nicht nur Fahrten mit dem PKW zu nennen, sondern auch mit dem Fahrrad, E-Bike oder Pedelec. „Jeder Pendler sollte seine Fahrt zur Arbeitsstelle trotz aller Routine bewusst und mit dem nötigen Maß an Aufmerksamkeit vornehmen“, so Stephan Wüst, Arbeitswissenschaftler beim Unternehmerverband vem.die arbeitgeber e.V. Gerade der Ablenkung durch das Smartphone sollte während der Fahrt keinen Raum geboten werden. „Gleiches gilt für Dienstfahrten mit Firmenwagen, hierauf sollten Arbeitgeber im Rahmen der jährlichen Unterweisung eingehen“, so Wüst weiter.

Leider ist die Anzahl von „Verkehrsunfällen“ auf Betriebs- und Firmengelände in den letzten Jahren nicht gesunken. Der Umgang mit Flurförderfahrzeugen, wie z.B. Gabelstaplern, Hubwagen und Zugfahrzeugen birgt erhebliche Gefahren. Unfälle mit Flurförderfahrzeugen führen zu schweren und sogar tödlichen Verletzungen. „Unfallanalysen zeigen, dass Unfälle durch Anfahren einen Schwerpunkt bilden. Oftmals wird eine zweite Person angefahren, gequetscht oder sogar überfahren. Aus diesem Grund sollten im Betrieb klare Verkehrsregeln gelten und nach Möglichkeit die Verkehrswege von Fahrzeugen und Fußgängern voneinander getrennt sein. Nach dem Motto: „der Stärkere achtet auf den Schwächeren“ sollten alle Fahrzeugführer, Staplerfahrer und Mitarbeiter im Betrieb sensibilisiert und unterwiesen werden“, so Wüst. Die Erfahrung zeigt, dass darauf nicht immer der nötige Wert gelegt wird. „Der 19. Juni ist ein schönes Mahndatum, um mal wieder zu prüfen, ob alle Unterweisungen auf dem neusten Stand sind“, so Stephan Wüst abschließend.

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