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vem unterstützt Elterninitiative für krebskranke Kinder e.V.

Die Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e.V. wurde am 4. September 1989 von betroffenen Eltern gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, krebskranken Kindern und deren Eltern in der schwierigen Zeit der Krebstherapie unterstützend zur Seite zu stehen. Dabei arbeitet die Initiative eng mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Kemperhof Koblenz zusammen. Im Juli 2019 wurde eine eigene Klinik für pädiatrische Hämatologie und Onkologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stephan Lobitz gegründet.

Was damals im Wohnzimmer begann, hat sich über die Jahre zu einer großen Hilfe für die erkrankten Kinder, für ihre Eltern und Geschwister und für das Gemeinschaftsklinikum entwickelt. In den Räumlichkeiten merkt man schnell die Leidenschaft und Freude, mit der das ganze Team arbeitet. Freude mag in diesem Zusammenhang ein seltsames Wort sein, aber, wie Sonja Brungs (Diplom-Sozialpädgagogin der Initiative) erklärt, ist es ein wesentlicher Teil von dem, was die Mitarbeiter der Initiative vermitteln möchten.

Die betroffenen Kinder und deren Familien machen über Jahre viel mit. Hier werden sie aufgefangen. Angefangen bei Ausflügen und Festen, über Spielsachen für das Spielzimmer auf Station und Hilfe finanzieller Art für betroffene Familien bis hin zu Gesprächen – die Initiative unterstützt in vielen Bereichen. Etwas Besonderes ist dabei die kliniknahe Elternwohnung. Sie ist ein „Zuhause auf Zeit“, welche Familien von Kindern, die in der Kinderklinik Kemperhof Koblenz behandelt werden, zur Verfügung steht. Das Einzugsgebiet der Klinik reicht von Kaiserslautern bis Trier. Und so sind die betroffenen Eltern froh, wenn sie hier kostenfrei und so nah bei ihrem Kind wohnen können.

Ein weiteres schönes Projekt sind die Mut-Perlen. Das Konzept dahinter ist ein Belohnungssystem für die gesamte Behandlungszeit. Für jeden Eingriff, jede Behandlungsprozedur bekommen die Patienten eine spezielle Perle, die diesen bestimmten Eingriff oder diese bestimmte Untersuchung symbolisiert. Die Perlen können auf ein Band aufgezogen werden. So entsteht ein interessantes Muster und für jeden Patienten eine individuelle, ganz besondere, manchmal meterlange Kette.

Für die Familien, die ihr Kind loslassen mussten, bleibt die Initiative auch über den Tod hinaus Ansprechpartner. Dort angebotene Veranstaltungen geben somit neu verwaisten Eltern die Möglichkeit, andere Familien kennenzulernen, deren Verlust schon mehrere Jahre zurück liegt. Der Erinnerungswald im Koblenzer Stadtwald ist für verwaiste Eltern seit Oktober 2013 ein lebendiger Ort des Gedenkens und des Trauerns geworden. Angehörige können hier für die Kinder, die den Kampf gegen den Krebs verloren haben, einen Baum setzen. Etwas das bleibt.

Doch auch nach einer erfolgreichen Behandlung müssen die Kinder noch zehn Jahre lang zu regelmäßigen Kontrollen kommen und auch in dieser Zeit unterstützt die Initiative die Familien immer wieder bei den Aufenthalten in Koblenz.

Die Unterstützung, die die Elterninitiative für krebskranke Kinder Koblenz e.V. bietet, lässt sich nur schwer in Worte fassen und wohl kaum mit Geld aufwiegen. Wir vom vem.die arbeitgeber e.V. wollten dieses so wichtige Projekt unterstützen und haben 1.000 € gespendet.

Weitere Informationen über die Initiative erhalten Sie unter www.eikkk.de.