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Netzwerk Q4.0: Erste regionale Netzwerkveranstaltung bei thyssenkrupp Rasselstein

Dipl.-Päd. Nadine Giejlo

Die vem.die akademie GmbH geht als Koordinierungsstelle und Ansprechpartner für die Region Rheinland und Rheinhessen die Digitalisierung der Berufsausbildung im bundesweiten Projekt Netzwerk Q 4.0 an. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist es, das Ausbildungspersonal digital fit zu machen.

Es entstehen Qualifizierungsangebote im Blended-Learning-Format. D. h. Online-Lernphasen werden, z. B. via Podcasts, Lernvideos und virtuellen Trainings, sinnvoll mit klassischen Präsenzveranstaltungen kombiniert. Die Angebote werden Ausbildern und ausbildenden Fachkräften über eine Lernmanagementplattform kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Das Projektteam der vem.die akademie GmbH führt einmal jährlich für seine sechs Regionen – Koblenz, Westerwald, Eifel, Trier, Hunsrück und Mainz – sogenannte Netzwerkveranstaltungen durch. Das erste Treffen für Koblenz hat am 08.09.2020 stattgefunden. Neben der Vorstellung des Projektes und einigen interessanten Impulsvorträgen, fand im zweiten Teil der Veranstaltung ein Ideenworkshop statt. Hier wurden unter Einbindung der teilnehmenden Unternehmen erste Bedarfe und Themen für mögliche Qualifizierungsangebote identifiziert: Digitale Kommunikation, Datenschutz und Datensicherheit, digitale Vernetzung und auch das methodisch-didaktische Vorgehen für die digitale Vermittlung von Ausbildungsinhalten sind nur einige von vielen Themen, die aus dem Ideenworkshop als Ergebnis mitgenommen werden konnten.

Gastgeber der Veranstaltung war die thyssenkrupp Rasselstein GmbH in Andernach, die das Projekt Netzwerk Q 4.0 unterstützt. Das Unternehmen ermöglichte den Teilnehmenden einen Einblick in den aktuellen Stand in der Digitalisierung ihrer Ausbildung:

thyssenkrupp Rasselstein verfolgt die Strategie allen Berufsgruppen IT-Know-how zu vermitteln und entwickelte dafür einen einwöchigen Intensivlehrgang für die Auszubildenden. Selbst erstellte Lernvideos, ein 3D-Drucker oder ein Roboter, an dem die Grundzüge der Roboterprogrammierung gezeigt werden, sind weitere innovative Angebote des Unternehmens. Auch gibt es eine AR-Brille, die auf Messen eingesetzt wird. Der 360 Grad Rundgang soll es potenziellen Azubis und deren Eltern ermöglichen, einen Einblick in die Ausbildung bei thyssenkrupp Rasselstein zu bekommen.

Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen vor eine große Herausforderung gestellt. „Auch wir mussten die Ausbildung von heute auf morgen komplett umstellen. Wir haben eine Cloud-Lösung implementiert, die Lernplattform Moodle in zwei Tagen einsatzbereit gemacht, eine Kommunikation zu unseren Auszubildenden hergestellt und die Vermittlung der Ausbildungsinhalte weiter vorantreiben können.“, so Frank Berssem, Ausbildungsleiter bei thysssenkrupp Rasselstein. Corona hat so auch zum Aufschwung von zahlreichen smarten Tools und Lösungen geführt, mit denen sowohl interne Arbeitsabläufe als auch Prozesse mit Kunden und Beschäftigten digital gemeistert werden können.

QUALIFIZIERUNGSBEDARFE WERDEN FESTGEHALTEN UND WEITERBILDUNGSANGEBOTE ENTWICKELT

Über die Netzwerktreffen hinaus, besteht für ausbildende Unternehmen die Möglichkeit, sich ebenso über eine Online-Befragung aktiv am Projekt zu beteiligen. Die Befragung richtet sich an das Ausbildungspersonal und zielt darauf ab, weitere Qualifizierungswünsche aufzuzeigen. Der Link zur Befragung wird Mitte September an die Unternehmen der Region versandt.

Bei Interesse an der Qualifizierungsinitiative und den kostenfreien Angeboten sprechen Sie uns gerne an!

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.netzwerkq40.de.