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Homeoffice in Winterzeiten:

Homeoffice in Winterzeiten: Es kommt auf die richtige und gesunde Arbeits- und Ruhezeitregelung an …
Seit dem November-Lockdown haben zahlreiche Menschen ihre Arbeitsplätze von Büros in die eigenen Räumlichkeiten verlegt. Gerade diese Jahreszeit ist geprägt von Dunkelheit. Es wird im Winter später hell und früher wieder dunkel als in den anderen Jahreszeiten. Folglich ist für die Wintermonate die richtige Arbeitszeitgestaltung mit regelmäßigen Pausen und Ruhezeiten sehr wichtig. Ruhezeiten sorgen nicht nur für Erholung. Sie sind für jeden Menschen unverzichtbar, um dauerhaft durch Regeneration gesund zu bleiben und Zeit für Privates zu haben.

Die innere Uhr
Da im Winter die Zahl der hellen Tagesstunden kurz ist und die innere Uhr sich mit Hilfe des Tageslichts an den 24-Stunden-Rhythmus der Umwelt anpasst, sollten beispielsweise die Arbeits-, Ruhe- und Pausenzeiten anders gestaltet werden. Jeder Mensch hat seine eigene biologische Uhr. Und diese innere Uhr bestimmt die tagesrhythmischen Schwankungen der Kreislauf-, Organ- und Stoffwechselfunktionen. Der Wechsel von Tag und Nacht bzw. Licht und Dunkelheit steuert den Rhythmus unseres Lebens sowie unseres Schlaf-Wach-Verhaltens. Die Regeneration durch ca. 15 bis 30-minütigen Kurzschlafphasen bei entspanntem Licht und Musik oder kurze Spaziergänge in hellen Tagesstunden können sich gegen die Müdigkeit als effektiv erweisen.


Gesunde Arbeitszeitgestaltung
Auch in Zeiten der Corona-Pandemie gilt es die Aspekte einer gesunden und flexiblen Arbeitszeitgestaltung zu beachten. Das Homeoffice sollte nicht zu überlangen Arbeitszeiten führen, denn überlange Arbeitszeiten können Auslöser für Unzufriedenheit und sinkende Leistungsfähigkeit sein. Folglich sollte hier auf eine gesunde Arbeitszeitgestaltung wertgelegt werden. So können die Beschäftigten unter Berücksichtigung der betrieblichen Notwendigkeiten oder Bedürfnisse in Eigenverantwortung ihre Arbeitszeiten flexibel und gesundheitsgerecht gestalten und somit ihr Beruf- und Privatleben besser in Einklang bringen.

 

Aktive Pausengestaltung
In puncto Pausengestaltung gilt auch für das häusliche Büro bzw. den häuslichen Arbeitsplatz eine regelmäßige und aktive Pausengestaltung. Regelmäßige Pausen haben viele Vorteile: bessere Konzentration, erhöhte Leistungsfähigkeit und Arbeitsmoral, Bewegung und dadurch weniger Verspannungen und Rückenschmerzen. So kann beispielsweise durch aktive Pausengestaltung mit kurzen Spaziergängen in hellen Tagesstunden, einem Bewegungsmangel entgegengewirkt werden. Das sorgt für ein gutes Wohlbefinden und hat positive Effekte auf Beschäftigte, die viel oder nur am Schreibtisch sitzen und arbeiten. Die Pausen können auch für kurzes Lüften des häuslichen Arbeitsplatzes genutzt werden. Insbesondere in Corona-Zeiten gehört richtiges und regelmäßiges Lüften zum aktiven Infektionsschutz, um die Übertragung der Krankheitserreger zu minimieren.

 

Feierabend und abschalten
Um klare Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit zu ziehen, empfiehlt es sich auch vollständig von der Arbeit abzuschalten. Wenn man zu Hause arbeitet, besteht durchaus das Risiko, nicht rechtzeitig mit der Arbeit aufzuhören und Feierabend zu machen. Vor allem die mobilen Endgeräte können dafür sorgen, kurz vor dem Feierabend schnell einige E-Mails zu lesen oder doch kurz ein Telefonat zu führen. Zu einem Arbeitstag gehört auch, den Feierabend sowie die restliche Zeit ohne Arbeit zu genießen. Gerade die gesundheitlichen und sozialen Aspekte wie Regenerations- und Erholzeiten, nach der Arbeit abzuschalten und zu entspannen, sind für jeden Menschen unverzichtbar, um dauerhaft gesund und motiviert zu bleiben, an sozialen und kulturellen Aktivitäten teilzunehmen und Zeit für die Familie und Freunde zu haben.


Mithilfe der ifaa-Checkliste zur Gestaltung mobiler Arbeit kann das Arbeiten von zu Hause aus gesundheits- und bedarfsgerecht gestaltet werden.

 

Quelle: ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V., Düsseldorf