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Forderungsbeschluss des IG-Metall-Vorstandes

Am heutigen Tag hat das langwierige Verfahren der IG Metall zur Aufstellung ihrer Forderungen mit der Beschlussfassung des IG Metall Vorstandes seinen Abschluss gefunden.

Der IG Metall Vorstand fordert ein „Zukunftspaket“ mit folgenden Inhalten:
• Entgeltvolumen von vier Prozent
   – Stärkung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen sowie
   – zur Finanzierung von Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung
• Rahmen für Zukunftstarifverträge für passgenaue betriebliche Lösungen, die Zusagen für Investitionen, Standorte, Beschäftigung und Qualifizierung enthalten
• Verbesserung der Ausbildungsqualität und unbefristetete Übenahme der Ausgebildeten und dual Studierenden

Sie betont in ihrer Pressemitteilung, dass das Entgeltvolumen in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen zum Ausgleich von Einkommensverlusten beitragen soll, wenn Arbeitszeit etwa in Form der 4-Tage-Woche reduziert wird. Den aus ihrer Sicht „verteilungsneutralen Spielraum“ von vier Prozent begründet die IG Metall mit der Zielinflationsrate der EZB von bis zu zwei Prozent und der Trendproduktivität von rund einem Prozent sowie der bisher nicht berücksichtigten Inflationsentwicklung 2020. Damit deckt sich die Begründung mit dem Vortrag von Herrn Köhlinger in unserer virtuellen Beiratssitzung am 19. November 2020.

Die erste Verhandlung für M+E Mitte wird am 17. Dezember 2020 stattfinden. Aufgrund der aktuellen Pandemie werden an dieser lediglich die Verhandlungsführer und Hauptgeschäftsführer der Mittelgruppenverbände teilnehmen.