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Digitale Weiterbildung hoch im Kurs

Karin Breidbach

Digitale Technologien sind mittlerweile in allen Wirtschaftsbereichen zu finden. Damit wandeln sich auch die Anforderungen an die Beschäftigten: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen weitergebildet werden, um die nötigen Kompetenzen zum zielgerichteten Umgang mit neuen Maschinen, Geräten oder Programmen aufzubauen.

2019 schulten rund 91 Prozent der Unternehmen in Deutschland ihre Angestellten mit digitalen Lernangeboten.

Gut jedes achte Unternehmen greift zudem bereits auf Simulationen, digitale Planspiele oder Serious Games – digitale Lernspiele mit Unterhaltungselementen – zurück. All diese Lernmedien werden mittlerweile häufiger verwendet als noch im Jahr 2016.

Den größten Vorteil der digitalen Lernangebote sehen die Unternehmen in deren guter Integrierbarkeit in den Arbeitsalltag und die damit verbundene hohe zeitliche und räumliche Flexibilität. Aber auch die bessere Abstimmung auf den individuellen Bedarf und die leichtere Messung des Lernfortschritts werden häufig als Nutzungsmotive genannt. Rund die Hälfte der Unternehmen sieht darüber hinaus eine Kostenersparnis gegenüber klassischen Fortbildungsformaten.

Gerade in der Corona-Krise zeigt sich, warum Firmen die digitalen Lernangebote zu schätzen wissen: Trotz Zeitarbeit und Homeoffice sind Weiterbildungen online gut in den Arbeitsalltag integrierbar und zeugen von hoher zeitlicher und räumlicher Flexibilität. Ein weiterer Nebeneffekt ist die Kostenersparnis.

So hat zum Beispiel rund ein Viertel der Betriebe, die schon vor der Pandemie mindestens vier digitale Lernmedien einsetzten, auch während der Kurzarbeitsphasen Mitarbeiter weitergebildet – bei Firmen mit weniger Lerntechnologien waren es nur gut 4 Prozent.

 

Quelle: IW Köln