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Blitzumfrage: Lieferengpässe

Karin Breidbach

Lieferengpässe und dadurch entstehender Materialmangel machen vielen Unternehmen in unserem Verbandsgebiet zu schaffen. Das geht aus unserer 6. Blitzumfrage an unsere Mitglieder hervor. Diese Situation bestätigt  auch der Leiter des Containerterminals der Firma Contargo am Koblenzer Rheinhafen: So eine eine Situation, wie sie momentan in der Binnenschifffahrt herrsche, habe er in seinen 35 Berufsjahren noch nicht erlebt.

Dass die Verzögerungen, die u. a. durch die Großstörungen in der Seefahrt verursacht wurden, auch erhebliche Auswirkungen auf die Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie haben, wird in den Umfrageergebnissen sehr deutlich.

Insgesamt haben sich deutschlandweit 1.485 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie an der Umfrage beteiligt. Das entspricht rund 20% Prozent aller Mitgliedsunternehmen.
Dabei gaben 80% der Betriebe, die sich beteiligt haben an, unter den derzeitigen Lieferschwierigkeiten zu leiden. Hauptproblem sind dabei fehlende Rohstoffe und Vorprodukte. Die meisten Mitgliedsunternehmen kämpfen mit dieser Situation seit ca. sechs Monaten und können ein Ende der Materialverknappung noch nicht absehen.

Darüber hinaus haben wir für Sie ein Stimmungsbild aus unserer Verbandsregion zusammengestellt. Diese Zahlen geben uns vor dem Hintergrund unserer ersten Blitzumfrage vor ein paar Wochen ein genaueres Bild der aktuellen Lage.

Darin zeigt sich, dass die Unternehmen unserer Verbandsregion - wenig überraschend – stark unter den bestehenden Lieferproblemen leiden. Die Lieferschwierigkeiten dauern für viele der Unternehmen bereits mehr als sechs Monate an und viele können noch kein Ende der Probleme absehen. Dabei gehen 18% der befragten Betriebe davon aus, dass die Situation noch mindestens ein halbes Jahr andauern wird. Bei den Fehlteilen handelt es sich größtenteils um Produkte aus China. Dies wirkt sich in der Folge auch negativ auf die inländischen Lieferketten aus. Mehrheitlich begegnen die Betriebe unserer Verbandsregion diesen Schwierigkeiten damit, dass alternative Lieferanten gesucht und die gestiegenen Kosten weitergegeben werden. Obwohl die Mehrheit der Unternehmen Umsatzverluste durch die Lieferprobleme verzeichnet, reagiert nur ein kleiner Anteil mit dem Abbau von Beschäftigten.

Weitere Ergebnisse entnehmen Sie bitte den angehängten Präsentationen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung und beraten Ihr Unternehmen bei Anpassungen des Produktionsablaufs und weiteren aktuellen Herausforderungen.