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Betriebliches Gesundheitsmanagement

Dipl.-Päd. Nadine Giejlo

Mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) schaffen und gestalten Unternehmen systematisch und nachhaltig gesund-heitsförderliche Strukturen und Prozesse.
Vorteile von BGM sind zufriedene Mitarbeiter, weniger Fehlzeiten, erhöhte Produktivität, Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und stärkere Identifikation mit dem Unternehmen.

Ein guter BGM-Prozess sorgt für Erfolg. Ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement ist strategisch und systematisch aufgebaut und umfasst vier Phasen: Strategie, Analyse, Umsetzung und Evaluation.

Strategie
Zunächst wird eine auf die Unternehmenssituation zugeschnittene Strategie entwickelt. Zudem werden Ziele und Standards im Betrieblichen Gesundheitsmanagement festgelegt.

Analyse
Um Personal, Zeit und Geld für das Gesundheitsmanagement sinnvoll einzusetzen, wird bei einer Analyse in einem ersten Schritt zunächst der Ist-Zustand erfasst und bewertet.
Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen, eine Fehlzeit-strukturanalyse oder eine Mitarbeiterbefragung: Mit diesen Analyseinstrumenten werden Problembereiche und vorhandene Ressourcen identifiziert. Das Ergebnis zeigt den Bedarf auf, der die Planung und Umsetzung der künftigen Maßnahmen beeinflusst.

Umsetzung
Nach der Analyse sollte ein Unternehmen zeitnah mit der Umsetzung beginnen. Erst mit anschließenden Maßnahmen erzielt es sichtbare Erfolge.
Individuelle medizinische und psychosoziale Beratung, geeignete Events sowie Maßnahmen der Personalentwicklung und Gesund-heitsförderung sind in der Umsetzung denkbar.

Evaluation
Die bisherigen BGM-Maßnahmen und deren Ergebnisse werden nun hinsichtlich des Nutzens bewertet und weitere mögliche Handlungsfelder identifiziert.

Beispiele für Maßnahmen:
- Eine feste Routine des Arbeits- & Gesundheitsschutzes
- Arbeitsergonomische Arbeitsplatzanalysen
- Arbeitskreis Gesundheit
- EAP – employee assistance program (externe Mit-arbeiterberatung)
- Schulungsmaßnahmen von Führungskräften (z.B. „Gesund Führen“)
- Gesundheitstage
- Schulungen für Mitarbeiter zu Gesundheitsthemen (z.B. Work-Life-Balance, Mehr Resilienz durch Gesundheits-management, Fit & gesund in der Schichtarbeit, Die gesunde Mischung – Ernährung im Arbeitsalltag)
- Kooperationen mit Fitnessstudios
- Krankenrückkehrgespräche
- Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen zum Thema „Gesundheit“
- Bewegungspausen