vem.experten

Benchmark als Basis der Entgeltfindung bei agilen Unternehmen

Beim Benchmarking geht es nicht immer „nur" um die Fragen, was andere besser machen, wie sie es besser machen und was daraus gelernt werden kann. Orientierung muss auch quantifizierbar sein. Dies gilt insbesondere für die Höhe gezahlter Entgelte bei stark nachgefragten Positionen im Fach- und Führungsbereich. Gerade aber zu diesen Daten ist der Zugang häufig erschwert.

Valide Daten

Eine valide Datenbasis ist Voraussetzung dafür, die Vergütungsstrategie vor allem in agilen Unternehmen marktgerecht aufzustellen und somit Fach- und Führungskräfte zu gewinnen bzw. zu halten, ohne die Personalkosten aus dem Blick zu verlieren. Insbesondere in diesen agilen Organisation, in denen häufig (noch) keine Stellenbewertungssysteme existieren, die Vergütung zum Teil frei verhandelt wird oder häufig wechselnde Rollen der Beschäftigten die Arbeitsform prägen, werden Benchmark-Daten zur Ermittlung des fixen Anteils der Vergütung herangezogen. Dabei werden in der Regel branchenspezifische, regionale oder in einigen Fällen sogar Vergütungsdaten der eigenen Beschäftigten für den Unternehmensquervergleich herangezogen.  

Entscheidend für die erfolgreiche Suche nach Vergleichshöhen für Entgelte ist die zuverlässige Vergleichbarkeit von Arbeitsaufgaben beziehungsweise der Rollen, die Beschäftigte einnehmen. Welche Grundlage haben die Daten, die herangezogen werden? Wie wurden die Vergleichsdaten erhoben und ausgewertet? Welche Entgelt-Komponenten wurden berücksichtigt? Sind Markt, Branche und Betriebsgröße vergleichbar? Sind persönliche Kompetenzen vergleichbar? Und nicht zuletzt: Stammen die Benchmark-Daten aus Betrieben mit vergleichbarer Dynamik und Agilität in den Strukturen und den Prozessen?

Entsprechend sorgfältig ist das Augenmerk auf die Auswahl der Quellen für Benchmark-Daten auszurichten. Dies gilt umso mehr, da einmal gemachte Fehler beim Entgelt nur schwerlich wieder zu korrigieren sind.